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Hetzkampagnen gegen Sozialleistungsempfänger PDF Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 04. Februar 2010 um 00:00 Uhr

Seit mehreren Wochen bereits dauert die mit machtpolitischem Kalkül inszenierte und organisierte Demagogie und Diffamierung von Sozialleistungsbeziehern an. Die insbesondere von politischen Demagogen, Moralisten und der Gossenschmiere des Springer-Verlages geführte Propaganda-Offensive dient angesichts des derzeitigen und immer offensichtlicher zu Tage tretenden Scheiterns des kapitalistischen Produktionssystems und des damit verknüpften Erwerbsarbeitssystems letztlich nur dem Zweck, die Menschen weiterhin in untertäniger, angepasster und unmündiger Erwerbsarbeitsbereitschaft und industrieller Leistungsgläubigkeit zu halten.

Die demagogische Polarisierung stützt vor allem den traditionellen bürgerlichen Arbeitskult und soll Erwerbsarbeit und das ihr zugrunde liegende sozialrassistische Menschenbild alternativlos verfestigen. Untergraben und verhindert wird damit ganz gezielt die selbstbestimmte Entfaltung des Menschen in Würde und Freiheit, um die bestehenden Herrschaftsstrukturen legitimieren und aufrecht erhalten zu können. Die sozialrassistische Propaganda unterstützt den gegenwärtigen Trend zur Verelendung weiter Teile der Gesellschaft durch eine marode Produktionsökonomie, die sich zunehmend durch Dumpinglohn- und Zwangsarbeit über Wasser zu halten versucht.

Angesichts des derzeit herrschenden demagogischen und denunziatorischen Klimas und des in Kürze bekannt gegeben werdenden Urteils des Bundesverfassungsgerichtes über die Verfassungskonformität der Hartz IV-Regelsätze, bekräftigte kürzlich der Paritätische Wohlfahrtsverband seine Forderung nach einer Totalreform von Hartz IV. Dies beinhaltet insbesondere die Erhöhung der Regelsätze auf mindestens 440 Euro, einen eigenen bedarfsgerechten Kinderregelsatz, sowie die Wiedereinführung einmaliger Leistungen im Bedarfsfall. Der Verband fordert die Bundesregierung auf, sich statt diffamierender Stimmungsmache gegen Leistungsempfänger für die mindestens rund 6,3 Millionen Erwerbsarbeitslosen Menschen zu konzentrieren und ihnen einen Weg aus Hartz IV und Armut zu ermöglichen.

Dabei weist der Verband auch auf die aktuellen Zahlen der BA hin, denen gemäß die Zahl der ohnehin oft willkürlich und skrupellos verhängten, und letztlich krass grund- und menschenrechtswidrigen Sanktionen gegen Leistungsbezieher etwa aufgrund versäumter Termine oder so genannter fehlender Mitwirkung zumeist im Rahmen rechtswidriger, aufgezwungener Eingliederungsvereinbarungen, im letzten Jahr sogar rückläufig gewesen sei.
 
Damit wird die Verlogenheit und absichtsvolle Diffamierung von Seiten bestimmter rassistischer und menschenfeindlicher Demagogen endgültig entlarvt. So bestätigt auch Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Verbandes: „Die Zahlen der BA räumen mit der Mär vom Massen-Missbrauch auf und entlarven die Diskussion um die vermeintliche Faulheit von Hartz IV-Beziehern als leicht durchschaubare Stimmungsmache gegen diesen Sozialstaat."


 

 

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Lohnarbeit macht krank

Laut Therapeuten sind in Deutschland immer mehr Arbeitnehmehmer aufgrund ihrer Erwerbsarbeit von sogenannten psychischen Erkrankungen betroffen. Nach Angaben der Bundestherapeutenkammer haben sich die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen seit 1990 verdoppelt. So heißt es in einer nun veröffentlichten Studie, dass inzwischen knapp elf Prozent aller Fehltage auf psychische Erkrankungen zurück gehen. Der starke Anstieg ist jedoch überwiegend rein statistischer Natur und korreliert vielmehr mit der Zunahme der Diagnosen von psychischen Erkrankungen.

Diese wiederum basiert allerdings weniger auf verfeinerten diagnostischen Methoden als zunächst einmal nur einem allgemeinen Trend innerhalb der Schulmedizin, die von kapitalistischen Profitinteressen getrieben, inzwischen auch im Bereich der Psychatrie und Psychotherapie verstärkt einen äußerst lukrativen Absatzmarkt entwickelt hat. Dabei profitiert die Schulmedizin insbesondere von den herrschenden sozioökonomischen Verhältnissen, die Menschen im Rahmen der gegenwärtigen kapitalistischen Produktionsprozesse überwiegend auf reine Nützlichkeits- und Verwertbarkeitsfunktionen reduziert und dabei von natürlichen individuellen, sinnstiftenden Lebensrealitäten entfremdet.

Die ebenfalls diesen Prozessen, gemäß den etablierten kapitalverwertenden Gesellschaftstrukturen unterworfene Schulmedizin, verstärkt diese Verhältnisse tendenziell, da sie dementsprechend vorwiegend von Krankheiten bzw. Diagnosen, und nicht etwa von gesunden Menschen lebt. Selbst von gesunden Menschen lebt sie dabei nur in dem Maße, in dem sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut behandlungsbedürftig, und somit profitabel werden. Der schulmedizinische Trend hin zu sogenannter Psychosomatik und psychischen Erkrankungen zeigt sich am deutlichsten in der erfundenen und in den vergangenen Jahren etablierten Pseudodiagnose "Burn out", die in früheren Jahren noch als leichte oder mittelschwere Depression bezeichnet wurde. Die Geschichte der Schulmedizin ist stets auch eine Geschichte der Umdefinition, Modifizierung und Neuerfindung von Symptomatiken und Krankheitsbildern.

Im Bereich psychischer Erkrankungen weist auch die Bundestherapeutenkammer abgeschwächt bzw. verfälscht darauf hin, indem sie darlegt. dass etwa die zunehmenden Diagnosen von psychischen Erkrankungen heute eher erkannt werden würden als früher. Laut Kammerpräsident Rainer Richter etwa seien psychische Erkrankungen jahrelang übersehen oder nicht richtig diagnostiziert worden. Dies ist bis zu einem gewissen Grad zutreffend, liegt aber im Besonderen auch daran, dass die Diagnose einer psychischen Erkrankung ein innerhalb der Schulmedizin, aufgrund kapitalistischer Interessen erst in den letzen Jahren gezielt verstärkter Trend ist.

Positiv ist die Studie über die Häufigkeit der heute offiziell diagnostizierten psychischen Erkrankungen aber gerade und trotz alledem in der Hinsicht, dass sie diese wichtige, nicht zu unterschätzende Tatsache ins Licht der Öffentlichkeit rückt: Dass Lohnarbeit nicht nur körperlich, sondern auch psychisch krank macht. Nebenbei versucht die Studie auch die Ursachen dieses Umstandes zu ermitteln, geht dabei jedoch nicht in die Tiefe der Betrachtung gegenwärtiger fundamentaler Gesellschaftsstrukturen. Durchaus kann sie aber den Weg zu einer kritischen Betrachtung der derzeit noch recht zagaft und wenig hinterfragten und erkannten krankmachenden, weil unnatürlichen Lebensumstände ebnen, denen die Menschen durch die sogenannte moderne Ökonomie der Kapitalverwertung ausgeliefert sind.

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