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Grundeinkommen statt Lohndumping und Arbeitslosigkeit PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 21. September 2010 um 23:29 Uhr

Vor zwei Monaten hatte sich der namibische Gewerkschaftsdachverband NUNW aus dem Grundeinkommens-Projekt in Otjivero zurück gezogen. Die sogenannte BIG-Coalition organisiert und finanziert seit über zwei Jahren die Auszahlung eines Bedingungslosen Grundeinkommen (Basic Income Grant/BIG) in der namibischen Gemeinde Otjivero. Vor zwei Wochen machte die NUNW nun einen Rückzieher, und kehrt zur BIG-Coalition und somit auch zur Idee des Grundeinkommens zurück.

Die Kehrtwende kam bei der Generalversammlung der Gewerkschaftsorganisation. Gegen das Zentralkomitee beschloss der Kongress den Wiedereintritt in die BIG-Coalition und die Fortsetzung der Unterstützung des Grundeinkommens. Den Ausstieg begleitete seinerzeit die übliche, von sozialrassistischer Paranoia geprägte Fadenscheinigkeit, wie sie auch die Demagogen und deren hirntoten Nachplapperer an den Stammtischen hierzulande stets heraus proleten.

Die Ablehnung des Bedingungslosen Grundeinkommen wird primär immer mit dem aus dem Rassenkult und dessen calvinistischen Geistestradition heraus abgeleiteten Menschenbild begründet. Der (gewöhnliche, von Eliten unterschiedene) Mensch ist darin nichts weiter als ein Parasit und Nutztier, welches von Grund auf schlecht, verdorben, träge, faul, unfähig, würdelos und wertlos ist und dementsprechend abgerichtet und dressiert werden muss, um sich bereitwillig den Produktivitätsmühlen einer auf Kapitalverwertung basierten Ökonomie zu unterwerfen.

Eben ausschließlich solche, regelrecht dressierte Arbeitszombies sind es auch stets, deren ganze irrationale, hündisch-unterwürfige und misanthrope Pseudo-Argumentation sich auf derartige rassistische Verschwörungstheorien beschränkt, und damit letztlich auch ihre Unmündigkeit und  immense geistige Perspektivlosigkeit zum Ausdruck bringen. Die konditionierende Abrichtung durch ein völlig ökonomisiertes Herrschaftssystem ist weitestgehend erfolgreich darin, den Menschen jedes Gefühl von Würde, Werthaftigkeit und Persönlichkeit jenseits ökonomistischer Leistungs- und Verwertbarkeitsattribute zu rauben.

Die durch die BIG-Coalition nun ermöglichte, bereits seit über zweieinhalb Jahren andauernde Auszahlung eines Grundeinkommens an die Bewohner eines Dorfes in Namibia belegt dagegen das völlige Gegenteil des rassistischen Menschenbildes, und der daraus abgeleiteten, gebetsmühlenartig wiederholten Verschwörungstheorien neoliberaler Demagogen.

Die Lebensrealität der Bewohner von Otjivero zeigt vielmehr eine sprunghafte Belebung wirtschaftlicher Tätigkeit. Eigeninitiative, Kreativität, Bildung, Produktivität und Handel haben unter den Bedingungen der Existenzsicherung durch ein Grundeinkommen deutlich zugenommen. Aus der Perspektive der Vernunft, anstelle paranoider Ideologien, wird deutlich, dass dies regelrecht zwangsläufig so geschehen muss.

Denn das, was Menschen lähmt, lethargisch, träge und hoffnungslos macht, ist eben vielmehr die Perspektivlosigkeit  und Repressivität einer Gesellschaftsordnung, in der Menschen primär nichts weiter als Nutztiere und Leistungseinheiten sind. Wird dagegen das Menschsein an sich in den Mittelpunkt gerückt, und der Würde des Menschen unmittelbar Ausdruck verliehen, entstehen zwangsläufig neue Perspektiven und Motivationen zu handeln und zu leben.

Insbesondere unter existenziell abgesicherten Lebensbedingungen durch ein Grundeinkommen können Menschen erst ihre kreativen Potenziale und ihr soziales Wesen entfalten. Ohne Angst, Ablenkungen und Blockaden erhalten Menschen erst den Freiraum und die Kraft, ihre Bedürfnisse, Talente und Fähigkeiten kreativ und produktiv zu verwirklichen. Ganz im Gegensatz dazu können sich Bevormundung, Nötigung, Diskriminierung, Etikettierung und Alimentierung durch die Gesellschaft, sowie die damit vollzogene Ausgrenzung aus dieser, nur lähmend und destruktiv auf die Betroffenen auswirken.

Umso mehr, wenn diese dabei staatlichen Repressalien ausgeliefert sind, die Menschen in eine entwürdigende und unproduktive Zwangsarbeits- und Niedriglohn-Ökonomie treiben (sollen). Genau so exerziert es Deutschland gerade in einer besonders augesprägten Art und Weise vor. Im europaweiten Vergleich sind in kaum einem anderen Land die Erwerbsbedingungen und Lohnstrukturen in den vergangenen Jahren so massiv und systematisch erodiert worden wie in Deutschland.

Insbesondere die durch eine staatlich alimentierte Billiglohnökonomie ermöglichten billigen Exporte haben einen erheblichen Anteil an einem Wirtschaftswachstum, von dem nahezu niemand profitiert. Weil es letztendlich nur auf dem Papier existiert, ein reiner Etikettenschwindel, eine statistische Fantasievorstellung ist. Und ein politisches Täuschungsmanöver, dass die systematische, absichtsvolle Destabilisierung und Zerstörung stabiler und nachhaltiger Erwerbsbeschäftigungsverhältnisse legitimiert und weiter voran treibt. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen hätte dabei eben genau den gegenteiligen Effekt.

Unsinnige, unnötige, unproduktive Tätigkeiten müssten nicht länger durch Steuer- und Staatsschuldengelder subventioniert werden. Die Nachfrage innerhalb der Gesellschaft hätte eine stabile, nachhaltige Grundlage. Kreativität, Eigeninitiative und Produktivität würden ganz neue, bisher unerreichte und ungeahnte Dimensionen erfahren. Und ebenso auch die politische Partizipationsbefähigung der Menschen, die Grundbedingung für eine funktionierende und dementsprechend wirkliche Demokratie ist.

Lohndumping, Bevormundung, Entrechtung dagegen ließen sich nicht mehr durchsetzen. Genau die stellen aber die Machtgrundlage des derzeitigen totalitären ökonomistischen Herrschaftsgefüges dar. Umrahmt von einem debilen, wahnhaften Arbeitskult, der ausschließlich entlohnte, und zunehmend staatlich alimentierte Erwerbsbeschäftigung ideologisch als produktive Tätigkeiten propagiert.

Das gegenwärtige Machtsystem legitimiert und etabliert sich gleichermaßen durch die Lohnabhängigkeit von Menschen sowie ihre buchstäbliche Beschäftigung und Ablenkung. Erwerbsarbeit dient primär der geistigen und politischen Handlungsunfähigkeit der Gesellschaft, und nicht etwa ihrer Produktivität. Produktiv ist die gegenwärtige Ökonomie schon längst im Überfluss. Die Absatzmärkte, insbesondere in heimischen Gefilden, brechen jedoch systematisch weg.

Die Verantwortlichen und Handlungsträger in der Wirtschaft müssen dementsprechend lernen, dass sie sich ihrer eigenen Existenzgrundlage berauben. Solange sie eine Machtpolitik unterstützen, die sie gleichermaßen wie die modernen erwerbsbeschäftigten Leibeigenen lediglich für den Machterhalt einer großkapitalistischen Elite, die die Welt längst unter sich aufgeteilt hat, instrumentalisiert und ausnutzt. Die gegenwärtige Politik wird sie nicht darüber aufklären, sondern auch weiterhin belügen und vorgaukeln, dass eine Niedriglohnökonomie alternativlos für das Fortbestehen des Mittelstandes und des Kapitalismus sei.

Tatsächlich aber gibt es längst eine Alternative, die ohne Verschwörungstheorien, Entrechtung, Verschuldung und Alimentierung auskommt. Das Bedingungslose Grundeinkommen, dessen emanzipatorischer Charakter dank des BIG-Projektes in Namibia inzwischen auch empirisch belegt werden kann. Es sei denn, man vertraut machtpolitischer, rassistisch geprägter Propaganda in Diensten des totalitären, monopolistischen Großkapitals mehr als der Vernunft und dem gesunden(!) Menschenverstand. Und damit auch dem Gewissen und der Würde des Menschen.

 

 

 

 

 

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Eine neue Gesellschaftsordnung

Ein rassistisches Welt- und Menschenbild zerrüttet und spaltet die Gesellschaft und lässt Menschen in hirntote Stammtischproleten und Arbeitszombies mutieren. Mit einem aus Rassenkult und dessen calvinistischer Geisteshaltung abgeleiteten Arbeits- und Leistungskult werden Menschen ihrer politischen Handlungsfähigkeit beraubt, auf rein ökonomische Nützlichkeitsfunktionen reduziert und zu Leibeigenen, Lohnsklaven und Zwangsarbeitern degradiert.

Sie werden zu reinem Nutzvieh im ökonomischen Getriebe der Kapitalverwertung. Eine Verwertung von Kapital, das weitestgehend nur durch Schulden gedeckt wird. Auf dem sich eine Ökonomie gründet, in der nahezu ausschließlich für die Bedürfnisse des sich zentralistisch-monopolistisch konzentrierenden Großkapitals produziert wird.

Kapital, dass sich selbst über Zinsen aus dem Nichts schöpft und auf Kosten der Liquidität, des Wohlstands und der Kaufkraft in der gesellschaftlichen Fläche parasitär konzentriert. Das auf diese Weise einige wenige horrende Vermögen, und in der Gesellschaft einen exponentiell wachsenden Schuldenberg schafft.

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