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Zeitarbeit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Mittwoch, den 05. Januar 2011 um 18:45 Uhr

Die Zeitarbeitsbranche hat nun angekündigt, ihre Anzahl an Mitarbeitern in diesem Jahr deutlich zu erhöhen. Die Zahl der Leiharbeiter soll so auf mehr als eine Million steigen, sagte der Präsident des Bundesverbandes Zeitarbeit. Außerdem werde die Branche nun auch für einen Mindestlohn eintreten. Damit soll nach offiziellen Verlautbarungen gegen Lohndumping vorgegangen werden. Der Mindestlohn soll sich im Westen auf 7,79 Euro und im Osten auf 6,89 Euro belaufen.

Tatsächlich sieht allerdings genau so bereits modernes Lohndumping aus. Es maskiert sich hier lediglich als "Mindestlohn". Ganz davon zu schweigen, dass Zeitarbeit eine Form von modernem Menschenhandel ist. Reguläre Erwerbsbeschäftigung hat mit Zeitarbeit nicht nur nichts zu tun, sondern wird durch diese auch erodiert und pervertiert.

Massives Lohndumping befürchtet die Zeitarbeitsbranche - wohl nicht zu unrecht - wenn im Mai der deutsche Arbeitsmarkt geöffnet wird, und osteuropäische Arbeiter nach Deutschland kommen. Mit Mindestlöhnen will die Branche primär wohl selbst gewissermaßen ihr Monopol auf Lohndumping halten, und sich nicht noch von freien ausländischen Billigkräften unterbieten lassen.

In Zeiten massiven Lohndumpings, eben durch Zeitarbeit, wird diese zunehmend zu einem Wachstumsmarkt. Während reguläre Beschäftigung parallel dazu dementsprechend unter Druck gerät. Die weiterhin zunehmende Erosion von Lohnniveaus und Arbeitsbedingungen werden die Folge sein.

Sie entlarven die propagandistischen Jubelmeldungen von einem  derzeit erreichten Beschäftigungsrekord als reine Farce. Zu fünf Millionen 400-Euro-Jobbern und zwei Millionen Mini-Jobbern gesellen sich mindestesten noch eine Million Zeitarbeiter. Und die rund sechs Millionen tatsächlichen Erwerbsarbeitslosen nicht zu vergessen.

Diese Zahlen belegen die tatsächliche Entwicklung der Ökonomie. Wobei diese selbst dann noch beschönt wird durch die Konjunkturprogramme, die zahlreiche Arbeitsplätze künstlich, auf Pump, am Leben erhalten. Demnächst aber abgelöst werden zahlreiche Sparpakete, welche die Kaufkraft in der Fläche, und damit die wirtschaftliche Grundlage der Produktivität weiter zerstören werden. 

Auch die Mindestlohnforderung der Zeitarbeitsbranche wird angesichts dessen zur Farce. Nur bestenfalls begreift man vielleicht auch dort ein wenig, dass durch zu niedrige Löhne der Binnenwirtschaft massiv ihre Existenzgrundlage geraubt wird. Denn je niedriger die Löhne im unteren Einkommensbereich sind, umso mehr wird auf diese Weise Druck auf die nächsthöheren Lohnniveaus ausgeübt, sich den niedrigeren anzupassen.

Denn im gegenwärtigen ruinösen Wachstumskapitalismus sind Lohnkosten eben primär ein Wachstumshindernis, denn eine Investition in die Zukunft, durch das Etablieren von Kaufkraft und damit auch einer stabilen Nachfrage. Auch deswegen ist die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens so wichtig. Ein sowohl ökonomisch, als auch sittlich angemessener Mindestlohn kann nicht unter zehn Euro liegen.

Dass dies Arbeitsplätze zerstöre, ist ein typischer Scheineinwand. Denn eine kapitalistische Marktwirtschaft hat nicht das Ziel, Arbeit um ihrer selbst willen, sondern Güter und Dienstleistungen um des gesellschaftlichen Bedarfs willen zu erzeugen. Arbeitsplätze, und mit ihnen Lohnkosten, die in einem regulären, an Wettbewerb und Bedarf orientierten Produktionssystem überflüssig sind und nicht existieren würden, gehören zu den wirklichen Belastungen und Fortschrittsbremsen von Ökonomie und Gesellschaft.


 

 

 

 

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