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Arbeitsmoral s(t)inkt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 06. Januar 2011 um 19:30 Uhr

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, beklagt sich über die fehlende Ausbildungsreife und mangelnde persönliche Kompetenzen vieler junger Leute. Gegenüber "bild.de" sagte er wörtlich: "Jeder zweite Betrieb ist vor allem unzufrieden mit der Leistungsbereitschaft der Jugendlichen. Aber auch bei Belastbarkeit und Disziplin sieht es zunehmend ähnlich schlecht aus."

Tatsächlich ist dies allerdings weniger ein Grund zum Klagen, sondern vielmehr ein willkommener Anlass zur Hinterfragung des bestehenden Wirtschaftssystems und der dieses tragenden Moraldoktrin. Sinkende Arbeitsmoral bei Heranwachsenden passt nicht nur gut in  das Bild des gegenwärtigen Zustandes und der sich weiterhin abzeichnenden Entwicklung der Ökonomie. Vielmehr sind es angsichts der dadurch erforderlich werdenen gesellschaftlichen Veränderungen durchaus auch ausgesprochen gute Nachrichten.

Denn sie zeigen letztlich, dass das krankhafte, Persönlichkeitsentstellende calvinistische Arbeitsethos bei jüngeren Generationen zunehmend weniger "funzt". Fehlende Motivation dürfte konkret vor allem in der Perspektivenarmut der gegenwärtigen Ökonomie begründet sein. Mittelfristig winken immer weniger Erwerbsarbeitsplätze zu immer schlechteren Arbeits- und Lohnbedingungen, bei zugleich immer höheren Leistungsanforderungen, ohne einen Bezug zur konkreten Lebensrealität der betroffenen Menschen.

 
Wichtig für die heutigen Heranwachsenden wird sein, sich calvinistische Abrichtung und Entmenschlichung nicht länger als "soziale Kompetenz", sowie fehlende Arbeitsmotivation als persönliche Defizite vorgaukeln zu lassen. Vielmehr ist es die gesellschaftliche Moraldoktrin, die aus reaktionären, menschenfeindlichen religiösen Geisteshaltungen entsprungen ist, welche die gegenwärtige Gesellschaftsordnung an den Rand des moralischen, wie sozialen Zusammenbruchs führt, und schleunigst überwunden werden muss. Es wird höchste Zeit für das Bedingungslose Grundeinkommen. Gut, dass dieses nun auch offizieller Lehrinhalt wird.

 

 

 

 

 

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EGV: Grundsicherung ist Grund- und Menschenrecht

Angesichts der gegenwärtig wieder massiv entflammten neofeudalistischen, sozialrassistischen und machtpolitischen Demagogie und Propaganda ist es dementsprechend zunehmend an der Zeit, sich den politischen Entwürdigungs- und Entrechtungsmechanismen dieses Systems nicht länger wehrlos zu unterwerfen. Insbesondere als Opfer der derzeit überwiegend totalitär herrschenden Kapitalverwertenden Produktionsökonomie ist es notwendig, vielmehr Widerstand zu leisten und auf seinen Grundrechten zu bestehen. Sowohl denen, die grundgesetzlich verankert, als letztlich aber auch denen, die es noch nicht sind, sich aber notwendigerweise aus Vernunft und empirischer Tatsachenrealität ableiten.

Ein Paradebeispiel für und Hauptwerkzeug der Missachtung und Zerstörung sämtlicher Grundrechte und  völliger Ignoranz der Tatsachenrealität zu rein Machtpolitischen und Herrschaftslegitimatorischen Zwecken ist die sogenannte "Eingliederungsvereinbarung" (EGV) zwischen der BA bzw. den ARGEN und ihren so genannten Erwerbsarbeitslosen "Kunden", der euphemistisch-manipulativen Bezeichnung für "Opfer". Die Erwerbsarbeitslosen, die aufgrund ihrer Hilfebedürftigkeit in die Mühlen der sozialrassistischen Sozialleistungsmaschinerie geraten, werden dabei mehr oder weniger stets zu einer Unterschrift genötigt, unter Androhung der Existenzvernichtung, also der systematischen Boykottierung und Leugnung des Lebensrechtes eines Menschen, wie es für totalitäre und faschistische Gesellschaftsordnungen nur allzu charakteristisch ist.

Während eine solche, erst einmal unterschriebene "Eingliederungsvereinbarung" das ARGE-Opfer sämtlicher Grundrechte beraubt und letztlich gewissen- und skrupellos machtpolitisch instrumentalisiert, gibt es stattdessen aber auch die Möglichkeit, hier den Spieß gewissermaßen einmal umzudrehen. Denn rechtlich ist niemand verpflichtet, eine solche EGV zu unterschreiben. Vielmehr ist es möglich, dem gesetzlichen Leistungsträger einen eigenen Vorschlag für eine solche zu unterbreiten. Und was bietet sich dann mehr an, als dieses Recht nicht nur wahrzunehmen, sondern dabei auch explizit auf seine Grundrechte, auf die Wahrung der Vernunft, inklusive strenger Orientierung an der empirischen Tatsachenrealität zu bestehen, und sich nicht länger rein irrationaler, ideologischer, menschenfeindlicher, sozialrassistischer, und letztlich rein machtpolitisch legitimierter Willkür auszuliefern.

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