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Eine autoritäre und sadistische Gesellschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Freitag, den 25. Februar 2011 um 17:48 Uhr

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat einen schweren Fall von Kindesmissbrauch aufgedeckt. Zwei Männer sollen sich an mehreren Kinder vergangen, die Taten gefilmt und ins Internet gestellt haben. Ein 59-jähriger Mann aus Rastatt soll seit Anfang 2008 seine damals erst neunjährige Stieftochter schwer sexuell missbraucht haben und Bilder des sexuellen Missbrauchs seiner Stieftochter auf Internetseiten verschiedener Modelagenturen veröffentlicht haben.

Daraufhin sollen auch andere "Fotografen" den Angeklagten kontaktiert haben, um das Mädchen ebenfalls fotografieren und missbrauchen zu können. Für den Missbrauch seiner Stieftochter soll der Angeklagte einen zusätzlichen Geldbetrag verlangt haben. Die Anklage gegen den Stiefvater beinhaltet außerdem Tatvorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs von zwei weiteren Mädchen. Davon war eines zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt erst fünf Jahre alt.

Der zweite vor dem Landgericht angeklagte 38-jährige Mann soll bei einem Fotoshootingtermin zunächst Aufnahmen vom schweren sexuellen Missbrauch des 59-Jährigen an seiner Stieftochter gemacht und sich anschließend selbst an dem Mädchen vergangen haben. Der 38-jährige Angeklagte wollte laut Staatsanwaltschaft zudem in Thailand einen Porno in Auftrag geben, bei dem zwei Kinder vor laufender Kamera missbraucht und anschließend umgebracht werden sollten.

Bei dem 59-jährigen Stiefvater handelt es sich um einen Arbeitslosen, bei dem 38-jährigen Angeklagten um einen Beamten der Arbeitsagentur in Sachsen. Natürlich ist dies nur die Spitze des Eisberges. Natürlich aber auch sind nicht alle Angestellten der Arbeitsagenturen in Deutschland pädophile Sadisten. Die meisten sind nur Sadisten. Ebenso wenig sind alle Arbeitslose Psychopathen, die ihre Psychosen verkaufen.

Auch deswegen, weil ihnen die ach so wohlgesittete Gesellschaft das Existenzminimum vorenthält. Oder weil materieller Wohlstand in dieser ach so wohlgesitteten Gesellschaft nach wie vor als Maßstab für Erfolg, und damit auch als das Maß aller (sozialen) Dinge gilt. Das in dieser Gesellschaft grassierende Psychopathentum ist allerdings eben nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Was der oben genannte Fall durchaus plakativ deutlich macht, ist eine staatliche Organisationsstruktur, die für infantile und sadistisch veranlagte Charaktere äußerst anziehend wirkt. Insbesondere im Bereich der Ökonomie, und dem der staatlichen Gewalt. Diese Gewalt beginnt mit der Erfassung und Verwaltung aller Menschen innerhalb eines Staates, und gipfelt in der Bevormundung und Schikanierung dieser Menschen.

Der von Jobcenter-Bediensteten empfundene, auch wenn oft vielleicht nur unterschwellige Lustgewinn durch systematische, von Staat und Gesellschaft indirekt verlangte Schikanierung von Menschen, die in existentieller Not sind und in staatliche Abhängigkeit getrieben wurden, ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern zwangsläufige Folge einer hierarchischen Gesellschaftsstruktur.

Eine solche Gesellschaft, wie die gegenwärtige, die sich nicht an einer lebensnahen, den ureigensten menschlichen Bedürfnissen entsprechenden Lebensgestaltung und Sozialorganisation orientiert, sondern an der Vereinzelung und industriellen Abrichtung des Menschen, produziert all die Krankheiten und Psychosen und dementsprechend auch Psychopathen, die anschließend zu ihren beliebtesten Sündenböcken und Außenseitern werden.

Oder anders ausgedrückt: Herrschaftsgesellschaften ernten, was sie sähen. Pädophilie gehört dazu. Organisierte Kriminalität gehört dazu. Auch die des Staates selbst. In der Sozialgesetzgebung und in den daraus hervor gegangenen Jobcentern ist sie bereits rechtlich manifest geworden, und in der Mitte der Gesellschaft verankert. Am offensichtlichsten, und daher allgemein anerkannt sind allerdings nur die Formen von Psychopathentum, die der gegenwärtigen Moraldoktrin zu deutlich zuwider laufen.

Dazu gehört freilich die Pädophilie. Im alten Griechenland war dies etwa weit weniger Fall. Zumindest der Knabenliebe stand man in dieser frühen Herrschaftskultur schließlich recht wohlwollend gegenüber. Besonders zu genau dieser reicht die unmittelbare Tradition der gegenwärtigen Herrschaftsordnung zurück. Und eben genau diese Herrschaftsordnung ist es, die mittel- und langfristig überwunden werden muss, will man wirklich freiheitliche Gesellschaftsstrukturen erreichen.

Freiheitlich, in diesem Kontext vor allem ganz spezifisch verstanden im Sinne einer Gesellschaft, in der die Menschen nicht länger der bevormundenden und nötigenden Willkür von infantilen Sadisten auf Autoritätspositionen ausgesetzt sind. Und die ferner und insgesamt einem derzeit sehr ausgeprägten autoritären bis sadistischen Kompensationsverhalten die Grundlage entzieht.

Also insbesondere auch der mal mehr, mal weniger offensichtlich "krankhaften", "psychopathischen" Kompensation von mangelnder Autorität oder auch nur persönlicher Geltung und Wertschätzung durch autoritäres bis offen sadistisches Verhalten. Erst wenn diese Verhaltensstrukturen mitsamt der diese fördernden, und zugleich von diesen getragenen Hierarchiestrukturen systematisch erodieren, kann sich wirkliche Freiheit entfalten.

Freiheit, die weit über bloße Handlungsspielräume oder reine moralistische Willkür hinaus geht. Also das, was im Großen und Ganzen stets der Liberalismus und in dessen Geistestradition stehende Meinungskonzeptionen und Weltanschauungen als Freiheit verstehen, ausgeben und propagieren. In Ermangelung eines moralischen, aus der Vernunft abgeleiteten Freiheitsverständnisses.

Nur ein solches aber kann rahmengebend sein für eine wirklich freiheitliche, um weit auseinander driftende, autoritäre Hierarchien bereinigte Gesellschaft. Alles andere aber bleibt Symptombekämpfung, während die eigentliche "Krankheit" unangetastet bleibt. Symptombekämpfung ist zwar ebenso notwendig, besonders wo es um den Schutz der geistigen wie seelischen Unversehrtheit körperlichen Lebens geht.

Diese ist aber scheinheilig, wenn sie inkonsequent psychischen Terror gegen weite Teile der Bevölkerung aus diesem Schutz ausklammert. Der bereits da beginnt, wo Heranwachsende nur noch als dressierbares Lern- und zukünftiges Arbeitsvieh betrachtet und behandelt werden. Wo Menschen insgesamt nur noch Verwaltungseinheiten sind. Der vorläufige Gipfel ist die Hartz IV-Gesetzgebung und die damit verknüpfte Niedriglohnagenda und aufhetzende Spaltung der Gesellschaft.

Dies geschieht aus Gründen der Aufrechterhaltung und Zementierung des Status Quo einer hierarchischen Gesellschaftsordnung, einer Herrschaftsgesellschaft. Das Prinzip und System der ökonomisierten, bürokratisierten und elitarisierten Herrschaft ist die eigentliche kulturelle (Geistes-)Krankheit, die vom subtilen staatlichen Terror bis hin zu den offensichtlichen Psychopathen dieser Gesellschaft all das hervorbringt, was einer freiheitlichen, natürlichen Lebenswirklichkeit zuwider läuft.

 

 

 

 

 

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