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Zinsökonomie und Fremdversorgung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Samstag, den 26. Februar 2011 um 22:14 Uhr

Das Zinssystem kreiert Kapital als Schuldäquivalent, als Anspruch auf liquides Kapital, der sich von selbst vermehrt. Es bildet die fundamentale Triebkraft einer sich selbst auffressenden Wachstumsökonomie. Ein Wirtschaftssystem, dem ein Wachstumsmechanismus zugrunde liegt, der immer mehr, aber auch immer ungleicher und einseitiger verteiltes Einkommen produziert.

Mit dem zugleich eine Produktivität Schritt zu halten versucht, der aufgrund eines zunehmenden Mangels an Kaufkraft die Absatzmärkte wegbrechen, und damit ihr ökonomisches Fundament verloren geht. Die dieses damit gewissermaßen ihrem Wachstums- und Arbeitskult opfert.

Basierend auf dem Dogma und der Suggestion, dass Einkommen über Produktivität, über ökonomisch verwertbare Leistung erwirtschaftet werden würde und müsse. Um auf diese Weise Menschen ökonomisch zu vereinnahmen und als Funktionseinheiten in eine Produktionsmaschinerie einzubinden.

Das ökonomische Grundprinzip des gegenwärtigen Produktionssystems ist aber eben ganz im Gegenteil Einkommen. Erst durch dieses kann Produktivität erwirtschaftet werden. Erwirtschaftung (bzw. einfach Wirtschaft) ist letztlich der durch Einkommen ermöglichte und angetriebene Prozess, der Nachfrage durch und als Einkommen verwertende (und damit letztlich “ökonomische“) Produktivität verwirklicht und befriedigt und als Wertschöpfung abbildet.

Einkommen, das auf der Produktionsangebotsseite als Kredit, Investition, Subvention oder Umsatz erscheint, und auf der Produktionsnachfrageseite als Erwerbseinkommen sowie als direkte und indirekte staatliche Transferzahlungen. Dieser Prozess marktwirtschaftlich organisierter Produktivität hat nur ein Ziel: Die ökonomisch partizipierenden Mitglieder, die Teilnehmer dieses Prozesses, mit den Erzeugnissen ihrer Produktivität, also Waren und Dienstleistungen zu versorgen.

Und eben nicht, wie es (neo-)liberale Ideologie und Propaganda, auf der Grundlage ihres Arbeits- und Wachstumkultes vermittelt, um Arbeit und Wachstum zu schaffen, um damit Arbeit aufrecht zu erhalten und eine von jedem realen Bedarf entkoppelte Produktivität zu generieren. Die nicht nur Geschäfte, sondern auch Müllhalden füllt. Erst recht, wenn die Einkommensverteilung, insbesondere in den unteren Einkommensschichten, und damit auch die Kaufkraft immer knapper wird.

Weil unter den Bedingungen des Zinskapitals, also sich von selbst prinzipiell exponentiell vermehrender Ansprüche von Zinseinkommen auf innerhalb der Gesellschaft zirkulierendes Geldkapital, und in der Folge aufgrund von rigider und ökonomisch irrationaler Spardoktrin und Lohndumping, nur auf diese Weise Wachstum um seiner selbst willen bzw. um der Arbeit willen bzw. um der Herrschaft (durch Arbeit) willen aufrecht erhalten werden kann.

Dies ist die eigentliche und ursprüngliche Triebkraft hinter dem Zinskapital bzw. dem Zinsmechanismus. Der herrschaftliche und dementsprechend machtpolitisch forcierte Arbeitskult mündet in einen Wachstumszwang, der sich unmittelbar im Zinssystem, also einer auf Schulden basierten Geldschöpfung aus dem Nichts und einem damit einhergehenden Anspruch von fiktivem (Zins-)Kapital auf reales, liquides Geldkapital manifestiert.

Das Zinssystem wiederum verursacht den gegenwärtigen Wachstumskult und ist die strukturelle Triebkraft einer dementsprechend ausufernden Wachstums- und Monopolökonomie. Sie bildet die pervertierte, letztlich von elitären - in ökonomischer Hinsicht monopolistischen - Machtinteressen geprägten und getriebenen Ökonomie, deren ursprünglicher Zweck verloren gegangen ist:

Nämlich die Befriedigung des Bedarfs der Meschen - ihre Versorgung mit Waren und Dienstleistungen. Und zu diesem Zweck eben auch die Unterhaltung einer Produktivität, deren strukturelle Triebkraft wiederum Einkommen ist. Konkret heißt dies also, dass nicht Erwerbsarbeit, sondern Einkommen die ökonomische Grundlage der Produktivität ist.

Nicht Arbeit schafft Einkommen, sondern Einkommen ermöglicht Arbeit und erzeugt  in der Folge Wertschöpfung und kann damit wiederum Arbeit erhalten oder neue schaffen. Arbeit – menschlich, elektronisch, maschinell – ist "lediglich" die schöpferische Triebkraft, die funktionale Grundlage der Produktivität, aber eben nicht deren ökonomische.

Erst Einkommen ist die ökonomische Triebkraft, der strukturelle, also prozessierende und strukturgebende Antrieb, der Arbeit als sein funktionales Produktivitätsäquivalent, als Produktivkraft selbst hervor und zur Entfaltung bringt. Und mit ihr eine Wertschöpfungsbasierte Fremdversorgungsökonomie.

In deren Rahmen verwirklicht und verkörpert letztlich Arbeit Produktivität, und ferner den durch Einkommen strukturierten Prozess der Produktivität. Arbeit verwirklicht also Produktivität, aber erst Einkommen ermöglicht ihre Verwirklichung durch Arbeit, sowie die Teilhabe an ihr bzw. ihren Erzeugnissen durch Konsum. Einkommen ermöglicht die Produktivität der am Produktionsprozess teilnehmenden Menschen, und die Versorgung der am Wertschöpfungsprozess teilnehmenden Menschen.

 

 

 

 

 

 

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