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Keine Laufzeitverlängerung: Kein Prüfstand, sondern Wahlkampf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Baraka   
Dienstag, den 15. März 2011 um 14:23 Uhr

Der aktuellen Katastrophen-Berichterstattung, inklusive Nonstop-Atom-Paranoia für das angstsüchtige deutsche Wohlstandsbürgertum, folgt prompt der aufgescheuchte, längst überfällige Protest der Bevölkerung gegen das sowohl ökonomisch als auch ökologisch, und letztlich auch moralisch unhaltbare Konzept der Atomenergie. Und vor allem und konkret gegen die zum Teil desolaten deutschen Atombaracken und ihre Atommüllproduktion.

Ein Protest, der durch die aktuellen Ereignisse in Japan und die massenmediale Paranoia aber auch zu blindem Aktionismus verkommen ist. Wie üblich braucht der saturierte Wohlstandsbürger erst eine Katastrophe und eine massenmediale Überdosis Angst und Verlust der heilen Welt, um sich für eine unter normalen Umständen überaus vernünftige Politik in diesem Land einzusetzen. Unter den gegenwärtigen Umständen kann aber nur partiell von wirklich rationalem Handeln die Rede sein.

 
Dem Aktionismus der Bevölkerung kann sich wiederum auch die schwarz-gelbe Polit-Mafia nicht entziehen, die diesem folglich auch in nichts nachsteht. Also soll nun die vor ein paar Monaten so selbstverständliche und unbedenkliche Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland plötzlich ausgesetzt, und die sieben ältesten AKWs gar (vorübergehend) abgeschaltet werden. Mit den Atomkraftwerken soll die Atompolitik für die kommenden drei Monate auf den Prüfstand kommen.

Und während genau dieser Zeit darf der gerade so aufgescheuchte und verängstigte Urnenpöbel, dem diese Konzession jetzt ums Maul geschmiert wird, wie immer schön brav sein Kreuzchen machen. Natürlich dort, wo es der einstigen Jung-Stalinistin im Kanzleramt und ihrer Parteisoldateska in Ministerien, Parlamenten und an den bundesweiten Stammtischen genehm ist. Und was passiert nach den drei Monaten?

Selbstverständlich business as usual. Und zwar solange sich die politischen Strukturen in diesem Land nicht grundsätzlich ändern. Solange nicht die Politik, sondern Lobbyisten und (Energie-)Konzerne den Staat kontrollieren. Und solange eben dieser Parteienstaat nur eine korrupte, ökonomisierte Herrschaftsinstanz ist, statt eine den Souverän repräsentierende und souveränisierende Verwaltungsinstanz.

Solange sich derselbe Parteienstaat in den Klauen einer korrupten Machtpolitik befindet, die sich über einen Urnenpöbel nicht den gesellschaftlichen Willen übertragen, sondern einen Freibrief für ihre Korrumpierbarkeit und die Durchsetzung ihrer primär ökonomisch geprägten Machtinteressen ausstellen lässt. Was also wird in einigen Monaten sein, wenn sowohl Erdbeben also auch eventuelle Super-, Semi- oder Doch-Nicht-GAUs in Japan längst vergessen, vielleicht durch andere Katastrophen oder Skandale verdrängt worden sind?

Gewiss wird es früher oder später wieder genau so heißen, wie es erst am letzten Wochenende noch von der schwarz-gelben Selbstherrlichkeit verlautbart worden war: Dass nämlich die deutschen Atomkraftwerke die sichersten der Welt seien. Bestenfalls – je nachdem, wie ernsthaft und eifrig die deutschen AKWs wirklich untersucht und überprüft werden – wird es vielleicht die ein oder anderen Ausbesserungen und Modernisierungen geben.

Bezahlt vom Staat, vom Steuerzahler selbstverständlich, zur neuerlichen Freude der Atomlobby und Energiewirtschaft. Dann werden aus maroden und ineffizienten Atombaracken nicht mehr ganz so marode, dafür aber noch ineffizientere Atombaracken. Die danach aber auch weiterhin wie bereits seit Jahrzehnten vor sich hin gammeln und auf ihre eigenen GAUs warten können, für die es vermutlich nicht einmal ein Erdbeben auch nur halb so stark wie das jüngste in Japan braucht.


 

 

 

 

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